Einsiedel
KULTURINSEL EINSIEDEL
von René Beder
Der liebe Sachse. Der Alternative. Der mit dem technischen Verstand. Der klassische TU-Mensch. Etwas verklemmt und altmodisch. Der verbindet Billigkeit mit Witz und Eigensinn – und ist dabei für andere da. Außerdem hier: Dieser Sachse buddelt, werkelt, macht. Endlich kommen andere – und die staunen. Der Sachse hat ´ne Attraktion. Das spornt ihn an.
Der Parkplatz ist voll. Arme Leute, reiche Leute – von überall her: Dresden, Leipzig, Hannover. Hauptsache mit Kindern. Heute gibt es die große Schatzsuche, bei der die lieben, garstigen Kleinen auch was gewinnen können und zu guter letzt gibt es ein Feuerwerk zu sehen. Wer nicht so lange bleibt, der weint. Ein ganzes großes Kinderparadies – und überhaupt ist alles selbst gemacht. Von eigener sächsischer Hand. Nur der Confroncier, der ist aus Berlin. Der holt die Gewinner auf die Bühne, verteilt die Geschenke – und die wunderlichen Sprüche. Wenn dann trotzdem einer weint und sich nicht traut, kommt die Sächsin und tröstet ihn. Bald geht es weiter, mit einer Grubenlampe auf der Mütze oder einer Taschenlampe in der Hand. Unter Tage ist das schrecklich dunkle Labyrinth. Oben drüber Harry-Potter-Hüte, riesengroß, Vulkane, Büffel, Ziegen, dazu: Ökologische Merkzettel aus Holz - in die Erde gerammt.
Schöne, lustige Fressstationen. Mehr als man denkt – und überall lodert das Feuer. Auch zum Selbergrillen. Urige Gerichte und keine Tischdecke, die man dreckig machen könnte. Der Sachse weiß, wie sich´s leben könnte. Und gönnt´s den Kleinen für ´nen Tag. Wer darf, kann länger bleiben. Zelten und campieren wie ein echter Mann/echte Frau der Wildnis und des Abenteuers. Und das geht auch auf polnisch? Ja, auch auf polnisch.

Alles selbst geschnitzt
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